Elektromobil transportieren: im Auto, im Zug, im Flugzeug
Wie Sie ein Elektromobil transportieren: zerlegen oder falten, Rampen und Ladehilfen, Regeln bei Bahn und Flug, und wie Sie das Gerät sicher verladen.
ScooterProfi transportiert keine Elektromobile, holt keine ab und liefert keine. Diese Seite sagt, wie Sie es selbst machen, und welche Fragen Sie vor dem Kauf klären sollten.
Die Frage vor dem Kauf
Soll das Gerät jemals mitkommen? Von dieser Antwort hängt die Modellwahl ab, und man kann sie nachträglich nicht ändern. Ein festes Komfortmodell mit über hundert Kilogramm bleibt dort, wo es steht.
Wenn die Antwort ja ist, kommen zwei Bauarten in Frage:
- zerlegbar: Das Gerät wird in mehrere Teile getrennt, meist ohne Werkzeug. Entscheidend ist das Gewicht des schwersten Einzelteils, typischerweise zehn bis fünfzehn Kilogramm.
- faltbar: Das Gerät wird in einem Stück zusammengeklappt. Dann müssen Sie das ganze Gerät heben, bei den leichtesten Modellen etwa zwanzig bis dreißig Kilogramm.
Eine Übersicht dieser Klasse steht unter klappbare Elektromobile.
Im Auto
Vor dem Kauf ausmessen
Messen Sie Ihren Kofferraum: Breite zwischen den Radkästen, Tiefe, Höhe bis zur Hutablage, und die Höhe der Ladekante. Vergleichen Sie diese Zahlen mit dem Faltmaß im Inserat. Bei zerlegbaren Geräten passen die Teile fast immer, die Frage ist nur, ob alle gleichzeitig.
Verladen
- Das schwerste Teil zuerst und so tief wie möglich.
- Nicht über die Ladekante ziehen, sondern anheben: Kanten verkratzen und verbiegen Verkleidungen.
- Alles gegen Verrutschen sichern. Ein Akkublock, der bei einer Bremsung nach vorn fliegt, ist ein Geschoss.
- Batterien getrennt transportieren, wenn das Gerät es vorsieht.
Hilfsmittel
- Auffahrrampen für Geräte, die Sie in einen Kombi oder Transporter fahren können. Achten Sie auf die Tragfähigkeit und darauf, dass die Rampe lang genug ist: eine kurze Rampe ist zu steil.
- Heckträger für schwere Geräte. Die Stützlast der Anhängerkupplung ist begrenzt, und ein Elektromobil ist schwerer, als ein Fahrradträger tragen darf. Klären Sie das mit Ihrem Fahrzeug, nicht mit dem Trägerhersteller allein.
- Ladehilfen und Hebelifte für Fahrzeuge, die dafür ausgerüstet sind.
Größenordnung für Rampen und Ladehilfen: im dreistelligen Bereich, je nach Länge und Tragfähigkeit.
Mit der Bahn
Zusammengeklappt oder zerlegt gilt ein Elektromobil in der Regel als Gepäck. Im aufgebauten Zustand brauchen Sie eine Einstiegshilfe am Bahnsteig, und die muss in den meisten Fällen vorher angemeldet werden.
Fragen Sie beim Bahnunternehmen nach:
- ob Ihr Gerät im aufgebauten Zustand mitgenommen wird
- welche Maße und welches Gewicht zulässig sind
- wie Sie die Einstiegshilfe anmelden und wie früh
- ob eine Begleitperson kostenfrei mitfährt
Die Regeln unterscheiden sich je nach Bahnunternehmen und Zugtyp. Verlassen Sie sich nicht auf eine Auskunft, die für eine andere Strecke gegolten hat.
Mit dem Flugzeug
Hier entscheidet die Batterie. Fluggesellschaften haben eigene Vorschriften für Lithium-Batterien, in der Regel mit einer Obergrenze in Wattstunden. Geräte mit Blei-, AGM- oder Gel-Batterien unterliegen anderen Regeln.
- Melden Sie das Gerät bei der Buchung an, nicht am Flughafen.
- Lassen Sie sich die Mitnahme schriftlich bestätigen.
- Halten Sie das Datenblatt mit der Angabe in Wattstunden bereit.
- Fragen Sie nach dem Betreuungsservice für Reisende mit eingeschränkter Mobilität.
- Rechnen Sie damit, dass das Gerät als Sperrgepäck behandelt wird.
Die Fluggesellschaft entscheidet, nicht der Hersteller. Auch nicht ein Text im Internet.
Mit dem Schiff
Bei Fähren und Kreuzfahrten melden Sie das Gerät als Hilfsmittel bei der Buchung an. Klären Sie, ob die Kabine barrierefrei ist und ob Sie dort laden können.
Beim Kauf: die Abholung
Wenn Sie ein Gerät auf dem Marktplatz kaufen, müssen Sie es abholen. Klären Sie vorher mit dem Verkäufer:
- Wie schwer ist das Gerät, und lässt es sich zerlegen?
- Kann jemand beim Verladen helfen?
- Ist das Gerät fahrbereit, oder muss es geschoben werden?
Bei einem schweren Gerät brauchen Sie einen Kombi oder einen Transporter und eine zweite Person. Das ist kein Grund, auf den Kauf zu verzichten, aber ein Grund, es vorher zu planen.
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