Batteriepflege für Elektromobile: so halten die Akkus länger
Wie Sie die Batterie Ihres Elektromobils selbst pflegen: richtig laden, richtig lagern, Warnzeichen erkennen. Das teuerste Verschleißteil hält dadurch länger.
Die Batterie ist das teuerste Verschleißteil eines Elektromobils. Sie ist auch das Teil, bei dem die Pflege den grössten Unterschied macht: zwischen zwei und vier Jahren Lebensdauer liegt oft nur die Frage, ob regelmäßig geladen wurde.
Die fünf Regeln
- Regelmäßig laden, auch wenn Sie nicht gefahren sind.
- Nie leer fahren. Eine Tiefentladung schadet Bleibatterien dauerhaft.
- Kühl und trocken lagern.
- Kontakte sauber halten.
- Das Originalladegerät nutzen. Fremde Ladegeräte laden mit falscher Kennlinie.
Richtig laden
Was richtig ist
- nach jeder Fahrt laden, auch nach einer kurzen
- über Nacht laden, wenn das Ladegerät abschaltet
- spätestens bei 20 bis 30 Prozent Restladung nachladen
- das Ladegerät nach der Vollladung trennen
Was schadet
- bis zur Tiefentladung fahren
- nur kurz "antanken" und dann losfahren
- wochenlang nicht laden
- dauerhaft am Ladegerät hängen lassen, wenn es nicht abschaltet
Moderne Ladegeräte schalten von selbst ab und laden dann nur noch nach. Wenn Sie nicht wissen, ob Ihres das tut, trennen Sie es nach der Vollladung.
Die Batterietypen und ihre Pflege
AGM- und Gel-Batterien
Die häufigste Bauart in Elektromobilen. Wartungsfrei, auslaufsicher, zyklenfest.
- Pflege: regelmäßig laden, nicht überladen, nicht tiefentladen
- Lebensdauer: bei guter Pflege etwa zwei bis vier Jahre
- Tipp: Die Spannung lässt sich mit einem einfachen Messgerät selbst prüfen. Ein deutlicher Unterschied zwischen zwei Batterien im Gerät ist ein Warnzeichen.
Lithium-Batterien
Moderne Bauart, deutlich leichter und mit mehr Ladezyklen, aber teurer.
- Pflege: Temperatur beachten, Teilladungen sind unproblematisch
- Lebensdauer: mehrere Jahre länger als Bleibatterien
- Tipp: nicht bei Frost laden
Pflege nach Jahreszeit
Im Winter
- Batterien warm lagern, etwa zwischen 15 und 25 Grad
- vor der Fahrt aufwärmen lassen
- häufiger nachladen, weil die Kapazität sinkt
- Kontakte vor Feuchtigkeit schützen
Im Sommer
- vor direkter Sonne schützen
- nicht in der Hitze laden, sondern abkühlen lassen
- Ladezustand im Blick behalten
Warnzeichen
Wenn eines davon auftritt, steht ein Batterietausch an:
- Deutlich kürzere Reichweite. Das erste und klarste Zeichen.
- Ungewöhnlich lange Ladezeiten.
- Leistungsabfall am Berg.
- Ungleichmäßige Entladung. Eine Batterie ist schwächer als die andere.
- Aufblähung. Ein verformtes Gehäuse ist ein Grund, das Gerät sofort nicht mehr zu laden und eine Werkstatt aufzusuchen.
Was Sie selbst tun können
- Ladezustand beobachten und den Verlauf im Kopf behalten
- Kontakte trocken und sauber halten
- Gehäuse auf Risse und Verformungen ansehen
- frostfrei und trocken lagern
- Ladekabel und Stecker auf Schäden prüfen
- Altbatterien an einer Sammelstelle abgeben, nicht in den Hausmüll
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich laden?
Nach jeder Fahrt, auch wenn die Batterie noch nicht leer ist. Bleibatterien mögen es, voll zu sein.
Kann ich das Gerät über den Winter einlagern?
Ja. Batterien voll laden, frostfrei lagern, und monatlich nachladen. Die Einzelheiten stehen unter Winterpflege.
Wann müssen Batterien getauscht werden?
Wenn die Reichweite deutlich einbricht, im Alltag etwa unterhalb von zwei Dritteln des ursprünglichen Werts. Zeitlich bei AGM- und Gel-Batterien nach etwa zwei bis vier Jahren, bei Lithium später.
Kann ich Batterien selbst wechseln?
Bei manchen Modellen ja, bei anderen ist es Werkstattarbeit. Wichtig ist, dass beide Batterien gleichzeitig getauscht werden und dass sie vom gleichen Typ und gleichen Alter sind. Eine neue Batterie neben einer alten wird von der alten heruntergezogen.
Weiter zum Marktplatz
ScooterProfi ist ein kostenloser Marktplatz und kein Händler: Die Plattform verkauft, prüft und liefert nichts. Die Angebote stammen von privaten Anbietern und Händlern.
Angebote ansehen oder ein eigenes Gerät kostenlos inserieren.
Angebote
Gebrauchte Elektromobile ansehen
Mit Fotos, Preis und dem Telefon des Verkäufers. Anfragen kostet nichts.
Ratgeber
Vorher nachlesen
Artikel zu Führerschein, Versicherung, Akku und Pflege – ohne Fachsprache.